Unglückstag an der Kacksenke – ESV II-Neuhaus II 2:3 (1:0)

Es war der 03.03.13, der 13. Spieltag in der Kreisliga Reserve, und es war kein guter Tag für die ESV-Zweite. Vor heimischem Publikum unterlagen die Eisenbahner dem TV Neuhaus II nach einer 1:0-Pausenführung unglücklich aber verdient mit 2:3.

Die erste Überraschung gab es schon im Vereinsheim, als das Trainerduo Hesse/Grabowsky seine Taktik bekannt gab. Ein offensives 3-5-2 wollte man gegen Neuhaus probieren. In einem unveröffentlichten Exklusiv-Interview, dass der Pressestelle vorliegt, hatte Grabowsky im Vorfeld angekündigt, den Gegner „überrollen“ zu wollen, um nach einer halben Stunde schon „10, 20 Null zu führen.“ Um den Ausfall von Mittelfeldregisseur Sander (Kniekaputt) zu kompensieren, sollten zudem alle ESVler „5 bis 10 Prozent mehr geben“ als sonst, also insgesamt „15 bis 25 Prozent.“ Die Rechnung ging zunächst nicht auf. In den ersten 20 Minuten standen die Kacksenkenkicker tief und unsicher, während die Gäste das Spiel bestimmten. Manch brenzlige Situation vor dem ESV-Tor konnte Rentner und seine Abwehr um Priess und Pappert ersticken. Mitte der ersten Hälfte löste Hesse die neue Taktik auf, um doch wieder das bewährte 3-3-3-3-3-3-1 zu spielen. Mit Erfolg: In der 33. Minute spielt Wasse die geniale kurze Ecke auf Priess, der flankt wunderschön, und Lachenmeyers Direktabnahme am langen Pfosten landet im Netz. 1:0 für den ESV! Eine Auftrieb verleihende Führung, die der ESV in die Pause mitnahm. Es hätte sogar 2:0 stehen können, ja stehen müssen, nachdem Gewecke alleine vor dem Neuhäuser Keeper hängen geblieben war.

So ungeordnet die erste Hälfte angefangen hatte, so chaotisch begann die zweite. Bei einer Ecke des TV Neuhaus geschieht dann Übernatürliches: Von einer unsichtbaren, riesigen Hand wird der am kurzen Pfosten postierte Spieler Wasse für Sekundenbruchteile angehoben und einige Meter weiter vorne wieder abgesetzt. So kann die Ecke direkt ins kurze Eck einschlagen! Ein unfassbarer Schicksalsschlag für den ESV, für den niemand etwas konnte. Dann, einige Minuten später, will Dreffien den Ball aus der Gefahrenzone köpfen, trifft aber den gegnerischen Spieler. Der Ball prallt diesem vor die Füße und Neuhaus steht plötzlich mit drei Mann allein vor Rentners Kasten – das 1:2. Was für ein Start in die zweite Halbzeit. Doch der ESV fängt sich wieder, kommt in der 65. Minute zum Ausgleich. Eine schwer zu nehmende Flanke kann Hartmann gerade noch auf der Torlinie abstauben, ein famoses Tor. Die Eisenbahner werden jetzt wieder stärker. In einer ausgeglichenen Schlussphase ist es aber wiederum der TV Neuhaus, der den richtigen Torriecher beweist. Ein Flachschuss aus 20 Metern schlägt genau ins Eck ein, unhaltbar für Rentner. Die letzten Minuten werden noch einmal spannend, doch dem ESV bleibt der Ausgleich vergönnt.

Alles in allem ein durchwachsener Start in die Rückrunde für die ESV-Zweite mit unglücklichem Ausgang. Trotz des anhaltenden Negativtrends bleibt der ESV vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz, jedoch unangenehm bedrängt von Bardowick und Brietlingen.

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