Torlos an die Wand gespielt – VfL Bleckede II-ESV II 0:0

Sehr lange noch wird dieses Duell beim Erzrivalen VfL Bleckede am Sonntag, den 14. April 2013, in den Köpfen der ESV-Reservisten hängen bleiben. Es war das Rückspiel der Saison 2012/13, es war die Chance auf den Sprung zurück an die Tabellenspitze. Und es sollte ein denkwürdiges Spiel werden. Unter dem Strich zählte nach dem Schlusspfiff nicht mehr und nicht weniger als ein torloses Unentschieden. In den Herzen der Zuschauer jedoch hatte der ESV das Spiel haushoch für sich entschieden.

Von Anfang an sahen die 9,5 Zuschauer in der rappelvollen Jörg-Immendorff-Arena an der Elbe ein Spiel auf ungewohntem Niveau, nämlich hohem. Nicht die favorisierten Gastgeber waren es, die den Ton angaben, sondern die Gäste von der Kacksenke. So folgte eine Torgelegenheit der nächsten, und eine frühe Führung wäre durchaus verdient gewesen. Überrascht vom Tatendrang der Eisenbahner, ließen die Bleckeder das Spiel eher passieren und reagierten hier und da mit einem Konter in Form eines langen Balls nach vorne. Spieler und Trainer des VfL Bleckede standen jedoch unter enormer Anspannung, denn das ESV-Trainergespann Grabowsky/Hesse hatte auf psychologische Kriegsführung gesetzt: Die unfassbar stark besetzte Bank mit Wasse und Gomoll (33. Sander) konnte nur bedeuten, dass der ESV im weiteren Spielverlauf noch eins draufsetzen wollte. Genauso sollte es kommen.

In der zweiten Hälfte erhöhte der ESV den Druck auf mehrere hundert Prozent seiner Möglichkeiten. Als Edeljoker Wasse endlich aufs Grün durfte, war kein Halten mehr. Chance um Chance erspielten sich die Kacksenkenkicker vor dem Bleckeder Tor. Ein ums andre Mal war der Keeper aus der Ersten Herren des VfL zur Stelle. So auch bei einem unglaublichen Schuss von Wasse, den nicht mal Rentner pariert hätte, wie er später vor Journalisten einräumte. Bis zum Schluss gab es immer wieder Möglichkeiten zur Führung. Bleckede erzwang gegen Ende des Spiels Konterchancen, konnte sie aber ebenso wenig nutzen. Als der Schiedsrichter die Triller zum Schluss pfiff, ärgerten sich alle ESVer über ein Resultat, das im Vornherein wohl als Erfolg gegolten hätte.

Der Blick auf die Tabelle offenbart nichts Neues unter der Sonne: Der VfL hält Position 1, die ESV-Zweite bleibt … Zweite.

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