Lüneburger SV – ESV Lüneburg 0:3 (0:1)

Die 1. Herren des ESV Lüneburg lebt noch! In einem packenden Spiel schlugen die Eisenbahner auswärts die Lüneburger SV überraschend mit 3:0. Nach dem Frust der letzten Wochen ohne Punktgewinn sah man endlich wieder strahlende Gesichter auf Seiten des ESV.

Man muss ehrlich bleiben: Diese 3 Punkte waren insbesondere aufgrund der zweiten Halbzeit schmeichelhaft, denn die LSV machte viel zu wenig aus ihrer spielerischen Überlegenheit den damit verbundenen Chancen. Doch oft genug war es in den letzten Spielen auch umgekehrt, in denen der ESV meist gut mitspielte, am Ende aber leer ausging.

Dabei ging die Anfangsphase klar an den ESV, die LSV verhielt sich fast schon merkwürdig passiv, kam kaum über die Mittelline. Anders als sonst konnte der ESV die anfängliche Überlegenheit endlich mal zu einem Torerfolg nutzen: Eine Freistoßflanke von Stefan Seyer findet den Kopf von Frank Wolfrath, dessen eigentlich harmloser Kopfball wird von einem LSV-Verteidiger jedoch gegen die Laufrichtung des Keepers unglücklich an den Pfosten gelenkt. Detlef Pinz reagiert am schnellsten (eigentlich reagiert er als einziger!) und hebt den Abpraller gekonnt über den Torwart des LSV hinweg ins Tor (20.).

Erwartungsgemäß wurde die LSV nun stärker, doch bis zur Halbzeit konnten die Eisenbahner noch gut dagegenhalten. Für die zweite Halbzeit hatten sich die Gastgeber jedoch einiges vorgenommen, und so rollte ein ein Angriff nach dem anderen in Richtung ESV-Tor. Doch Mario Dresing, Neuzugang im ESV-Tor, gab ein ganz starkes Debüt und bewahrte seine Mannschaft mehrfach vor dem sicheren Ausgleich. Nur einmal war er machtlos, doch der vermeintliche Ausgleich des LSV wurde wegen Abseits abgepfiffen. Nur wenig später tauchte ein LSV-Angreifer frei vor dem ESV-Tor auf, doch Detlef Pinz verhinderte den sicheren Treffer, indem er seine Teleskop-Beine auf die vollen 5 Meter ausfuhr und den Ball noch von der Linie kratzte. Ein Tor gemacht, ein sicheres verhindert – ein Sahnetag für den ESV-Verteidiger!

Während die LSV vergeblich anrannte, verlegte sich der ESV aufs Kontern und wurde belohnt: Dustin Auth behauptete das Leder stark im Mittelfeld und passte im richtigen Moment auf Christoph Hasenbein, der aus ca. 16 Metern mit einem fulminaten Schuss (das Ding hatte mit Sicherheit 25 Km/H!) traf (70.). Wiederum nach einem Konter legte Lukas Montag kurz vor Ende der Partie noch das 3:0 nach (87.).

Was ich hier noch betonen möchte: Trotz der Brisanz der Partie für beide Teams – der ESV kämpft gegen den Abstieg, für die LSV geht es noch um den Aufstieg – war es eine außerordentlich faire Partie mit nur zwei gelben Karten. Wir wünschen der LSV daher viel Glück für den Aufstieg, auch wenn wir sie gerne in unserer Liga behalten würden. Auch die exzellente Spielleitung des Schiedsrichters Niklas Schaffarczyk soll an dieser Stelle noch einmal gewürdigt werden.

Zuletzt noch ein Dank an Olli Wasse und Matthew Forker für die tollen Fotos vom Spiel. Offenbar hat Olli auch die Serienbildfunktion meiner Kamera entdeckt, daher könnt Ihr Euch diesmal auf einige Bildserien im Stile eines „Daumenkinos“ freuen!

 

 

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