Im Schongang zur Herbstmeisterschaft: ESV II – Ilmenau III 5:0 (4:0)

Der Durchmarsch ist perfekt, der ESV Lüneburg II wird vom Aufsteiger zum Herbstmeister der Kreisliga Reserve. Am 11. November 2012 bezwang die Elf von Interims-Coach Markus Grabowsky in der heimischen Kacksenkenarena den SV Ilmenau III mühelos mit 5:0 (4:0).

Der Hexenkessel an der Bockelmannstraße brodelte schon vor dem Anpfiff. Sogar der Schiedsrichter hatte einige Bengalos im Gepäck, weshalb er am Stadioneingang abgewiesen wurde. Dustin Auth, Legende von Neuhaus und Stilikone der „Ersten“, nahm kurzerhand die Triller in den Mund, um ihn würdig zu vertreten. Das Spiel der Spiele konnte beginnen.

Dass es sich um ein enges Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den Dritten handelte, suchten die Hausherren von Beginn an zu kaschieren. Stattdessen nahmen die Kacksenkenkicker das Heft in die Hand und stürmten auf tiefem Grün nach vorn. Torwart Rentner, der wenige Tage vor dem Spiel schon wieder Geburtstag hatte, trieb seine Mannen dabei mit gewohnter Ruhe vorwärts, während er seine eigene Abwehr zusammenhielt. Die Defensive der Gäste wackelte hingegen immer beträchtlicher. In der 18. Minute sprang der gesamte Gomoll im Strafraum in die Luft und köpfte das Leder mit einer solchen Wucht in Richtung Tor, dass drei Verteidiger des SVI samt Keeper mit ins Netz gedroschen wurden. 1:0! Weitere Tore fielen nun im U-Bahn-Takt. Dabei sah die Ilmenau-Abwehr ein ums andre Mal schlecht aus. Lediglich der vierte Gegentreffer durch Dreffien war, aufgrund der gewohnt grandiosen Vorarbeit von Mittelfeldheld Wasse, nicht zu verhindern. Mit der hohen Halbzeitführung von 4:0 konnte sich der ESV durchaus glücklich schätzen, auch wenn die Überlegenheit mehr als deutlich war.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde der SV Ilmenau jedoch mutiger. Man hatte in der Kabine die Taktik „Schweden-Effekt“ verabredet. So ließen sich die Gäste hin und wieder vor dem ESV-Tor blicken, teils auch begünstigt durch kleine Fehlerchen der Abwehr und des defensiven Mittelfelds der Kack-Auswahl. Doch letzlich stand die Abwehr mit Torwart Rentner, Liberi Berendt/ Grabowsky sowie den Manndeckern Keller und Priess immer richtig. In die Drangphase der Gäste hinein gelang dem ESV dann durch einen Konter, eingeleitet von Fischer, vollendet durch Arndt aus der Drehung, das 5:0. Der Rest war Geplänkel – die Eisenbahner mühten sich den Laden hinten dicht zu halten und spielten ansonsten auf Sparflamme.

Gleich nach dem Spiel wandte sich der abwesende Trainer B.H.B. Hesse via Xing, Skype, facebook, Twitter und Shitstorm an die Mannschaft. „Gratulation, Jungs“, so Hesse. „Bei der Weihnachtsfeier werde ich natürlich für die Getränke sorgen.“ Wo der Weg für die ESV-Zweite hinführt – man weiß es nicht. Nur eines ist nach dieser grandiosen Hinrunde klar: Die Champions League wird nicht mehr ausreichen, um dieses Team zu fordern. Man wird neue Menschen erschaffen müssen, die es körperlich wie fußballerisch mit Sander, Kirschling, Mohrmann & Co. aufnehmen können.

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