ESV Lüneburg – TSV Gellersen II 1:0 (0:0)

Der ESV Lüneburg setzt ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf und gewinnt sensationell das Nachholspiel gegen den TSV Gellersen II. Jan Walther erzielt das Tor des Tages und avanciert damit zum Matchwinner des ESV. Reicht dieser Sieg schon zum Klassenerhalt?

20130528_191011Das die Kicker vom ESV sich für dieses Spiel eine Menge vorgenommen hatten, war von Beginn an zu spüren. Giftig in den Zweikämpfen und mit großem Laufpensum in allen Mannschaftsteilen sorgte die Mannschaft in der ersten Halbzeit dafür, das Spiel der Gäste frühzeitig zu unterbinden. Zwar hatte der TSV Gellersen mehr Ballbesitz und auch die reifere Spielanlage, aber so richtig gefährlich kamen sie nur selten vor das Tor von ESV-Keeper Mario Dresing, der einen relativ ruhigen Abend zwischen den Pfosten verlebte.

Die clevere Raumaufteilung der Eisenbahner hatte zur Folge, daß sich die Gellerser Defensive oftmals damit begnügen musste, minutenlang den Ball in der eigenen Hälfte hin und her zu schieben, weil sich im Mittelfeld keine Anspielstationen boten.

20130528_193820Schon vor der Halbzeit wäre daher eine Führung des ESV verdient gewesen, denn das von Trainer Christoph Hasenbein hervorragend eingestellte Team hatte auch die besseren Chancen. Dustin Auth, der sich auf der linken Außenbahn viele Bälle erkämpfte,tauchte frei vor dem Gästegehäuse auf, Gellersens Keeper Marco Sander konnte jedoch gerade noch klären. Auch Detlef Pinz hatte kein Glück, als er das Leder aus kürzester Distanz an die Latte hämmerte.

Auch nach der Pause bot sich den ESV-Fans, die die Mannschaft wieder super unterstützten, das gleiche Bild. In der 71. Minute nutzte der ESV endlich eine seiner vielen Chancen zur Führung: Eine Flanke von Lukas Montag mit seinem vermeintlich schwächeren linken Fuß landet zentimetergenau bei Dustin Auth, der noch einen Gegner aussteigen lässt und abzieht. Sein abgefälschter Schuß kann zwar noch auf der Linie geklärt werden, doch der Abpraller landet auf der Brust von Jan Walther, der aus 13 Metern den Ball volley unter die Latte knallt.

20130528_212310Diese Führung ließ sich der ESV dann nicht mehr aus der Hand nehmen, und so war die Freude nach dem Abpfiff riesengroß. Mit dem Sieg hat der ESV zwar jetzt schon einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt getan, ist aber noch nicht durch, da auch die Abstiegskonkurrenten Vastorfer SK II und Thomasburg noch ein Nachholspiel haben. Sollte einer von beiden dort Federn lassen (selbst ein Unentschieden wäre zuwenig), wäre der ESV jetzt schon gerettet. Im ungünstigsten Fall braucht der ESV jedoch noch einen Punkt im letzten Spiel gegen Dynamo Lüneburg. Aber mit der Leistung und der Einstellung von heute sollte das auf jeden Fall machbar sein.

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