Sieg für die Moral

20131027_151247 Der FC Heidetal war zu Gast beim ESV Lüneburg am 13. Spieltag. Gegen den FC sahen die Eisenbahner in der letzten Saison nicht sehr gut aus, verloren beide Spiele. Die personelle Situation für das Topspiel der 1. Kreisklasse war mehr als befriedigend. Neben dem wieder fitten Joschka Opalka waren auch die starken Offensivspieler Christoph Sturm, Lukas Montag und Dustin Auth wieder mit am Start.

Das Spiel begann recht ruhig, beide Mannschaften tasteten sich förmlich ab und warteten auf die Reaktionen des Gegners. In der 26. Minute konnte sich der FC Spieler Heider nach einer schönen Kombination mit seinen Mitspielern bis in den Strafraum durchsetzen, wo er aber kompromisslos von Marcus Niedling von den Beinen geholt wurde. Zurecht entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, den der FC unhaltbar versenkte. Nur zwei Minuten später konnte der FC Heidetal durch Menke auf 0:2 erhöhen, nachdem der ESV den Ball ganz unnötig verdaddelte. In der 34. Minute konnte erneut Heider eine missglückte Flanke aus 30 Metern mit einer bogenlampenähnlichen Flugbahn im Tor unterbringen. Rabenschwarze acht Minuten für den ESV, der sich so viel für dieses Spiel vorgenommen hatte.

20131027_152331Mit dem Pausenpfiff machte Joschka Opalka nach schöner Flanke von Jochen Blunck den psychologisch wichtigen Anschlusstreffer, der auch die Wende im Spiel bedeuten sollte. Es war bereits das zweite Tor des Kapitäns, leider wurde ihm das erste aber wegen angeblichen Abseits aberkannt. Die 2. Hälfte gehörte eindeutig dem ESV, der nun stark drückte und mehr vom Spiel hatte. So konnte Christoph Sturm den Torwart des FC Heidetal mit einer genialen Körpertäuschung und einem Haken vernaschen und den Ball ins Tor zum 2:3 schieben. Für Menschen mit hohem Blutdruck waren diese Szene sowie auch die nächsten 30 Minuten vom Spiel nicht empfehlenswert.

Mario Dresing musste wieder einmal eine Menge einstecken, hatte jedoch bei einem Zusammenprall Glück im Unglück.

Mario Dresing musste wieder einmal eine Menge einstecken, hatte jedoch bei einem Zusammenprall Glück im Unglück.

Der ESV schöpfte nun Mut und roch, dass noch was ging. Der FC Heidetal wehrte sich aber mustergültig und wartete auf den erlösenen Konter. Dieser schien in der 85. Minute zu kommen. Beim Angriff und dem Versuch ein Tor zu erzielen prallte der gegnerische Angreifer mit dem ESV Torwart Mario Dresing  zusammen, der sich dabei so schwer verletzte, dass er nicht weiterspielen konnte und vom Rettungswagen abtransportiert werden musste. Schock für die Spieler und die Zuschauer. Die Situation erschien auswegslos. Kein Torwart, nur noch wenige Minuten zu spielen und im Rückstand. Was tun? Genau. Moral, Willen und Mannschaftsgeist zeigen und alles in die Wagschale werfen….

Jochen Bluck entschied sich in der 90. Minute nicht für die Brechstange, sondern für den Pass auf Christoph Sturm, der das Tor zum 3:3 Endstand machte. Dustin Auth, der inzwischen das Tor für den verletzten Mario Dresing hütete, konnte auch noch stark einen Ball abwehren und hielt so den wichtigen Punkt fest.

Insgesamt traf der ESV auf keinen übermächtigen Gegner, hatte nur einen Blackout von acht Minuten, was zu drei Gegentoren führte. Der ESV war in der 2. Halbzeit überlegen, bewies Moral und erkämpfte sich so zurecht den wichtigen Punkt. Mario Dresing hatte Glück im Unglück, verletzte sich nicht bedrohlich und konnte am Abend das Krankenhaus wieder verlasen.

Die Verletzung von Mario löste eine große Diskussion bei den Spielern und Zuschauern aus. In dem Spiel kam es zu zwei Situationen in denen der Torwart im 5-Meterraum am Kopf getroffen wurde und regungslos und verletzt am Boden liegen blieb. Auch wenn keine Absicht unterstellt wird, bleibt dennoch die Gefahr einer ernsthaften Verletzung. Dies könnte durch Ermahnungen oder Verwarnungen verdeutlicht werden. In den beiden Fällen wurden die Aktionen nicht einmal abgepfiffen!

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