Spielerportrait der Woche: Der Spieler des Jahres 2013

Vor 100 Jahren war die Frisur halt modern.

Vor 100 Jahren war die Frisur halt modern.

Gerade erst wurde Frank zum 2. mal in Folge Spieler des Jahres.

Gerade erst wurde Frank zum 2. mal in Folge Spieler des Jahres.

Frank 2

Kompromisslos und Gnadenlos. Frank im Einsatz für den ESV.

Kompromisslos und Gnadenlos. Frank im Einsatz für den ESV.

Doch: Er ist auf dem Bild.

Doch: Er ist auf dem Bild.

Frank Wolfrath. Der Spieler der Saison 2013 gehört mit seinen Fähigkeiten am Ball ganz klar zu den Topspielern der 1. Herren beim ESV Lüneburg. Seine Kamera ist ebenso oft Begleiter in seiner Sporttasche wie eine handvoll Bandagen, Cremes und Sportsalben. Frank zählt trotz Karriere und Familie zu den Trainingsweltmeistern und ist sich auch nicht zu schade, in einem Spiel das Tor zu hüten. Wir sprachen mit dem Ruhepol der Mannschaft.

Name: Frank Wolfrath
Alter: 40
Beruf: Programmierer

Wie bist du zum ESV gekommen?
Durch meinen alten Kumpel Quang Tran, der damals (2008) beim ESV spielte. Wir hatten schon oft gegeneinander gespielt, und irgendwann fragte er, ob ich nicht beim ESV anheuern will. Zu diesem Zeitpunkt spielte ich noch in der Altherrenmannschaft des TuS Betzendorf, aber da mir nach meinem Umzug nach Bardowick der Weg nach Betzendorf zu weit wurde, sagte ich irgendwann zu.

Was gefällt dir am Verein?
Generell die Stimmung im Verein und die Leute hier! Die Lockerheit, die es sonst wohl in kaum einem Verein gibt.

Wo hast du vorher Fussball gespielt?
Angefangen habe ich beim VFL Lüneburg. Dort habe ich von der F-Jugend bis zur D-Jugend gespielt. Danach musste ich mir krankheitsbedingt erst einmal eine andere Sportart suchen, weshalb ich erst mit Anfang 20 beim SV Gellersen wieder angefangen habe, vereinsmäßig zu kicken. Danach war ich viele Jahre beim TuS Hertha Betzendorf und seit Ende 2008 bin ich nun hier beim ESV.

Welche Position spielst du?
Eigentlich bin ich gelernter Außenverteidiger, aber den Platz wollten Joschi und Marcus ja nun unbedingt haben! Beim ESV habe ich schon so gut wie alles gespielt. Selbst im Sturm musste ich schon einmal auflaufen, was mächtig in die Hose ging. Meine Stammposition scheint jetzt die „6“ geworden zu sein, nachdem ich für alle anderen Positionen zu langsam geworden bin.

Ach ja, und im Tor versuche ich mich neuerdings auch … vielleicht ist das ja was für die Zukunft!?

Wie hast du die Hinrunde der Saison 2013/2014 erlebt?
Sehr schön! Ich hatte immer gehofft, mit dem ESV noch mal eine Saison ohne Abstiegskampf zu erleben. Ohne das Gefühl zu haben, daß man überall gern gesehener Gast ist. Ohne im eigenen Stadion das Kanonenfutter zu sein.

Durch die vielen Neuzugänge in diesem Jahr hat sich schon wahnsinnig viel bewegt. Die fußballerische Qualität im Team hat deutlich zugenommen, auch im Training geht es jetzt ganz anders zur Sache. Trotzdem haben wir für die Qualität, die wir in der Mannschaft haben, noch zu wenig Punkte geholt. Das liegt meiner Meinung nach daran, daß wir bei den Spielen nur selten auf den kompletten Kader zurückgreifen können an jedem Spieltag viele Absagen verkraften müssen. Der Kader gleicht das zwar locker wieder aus, aber wirklich einspielen konnten wir uns dadurch nicht.

Welches Spiel bleibt dir besonders in Erinnerung?
Mir fällt da direkt mal das vorletzte Spiel der letzten Rückrunde gegen Gellersen ein, als wir noch dringend einen Sieg benötigten, um einigermaßen sicher die Klasse zu halten. Wir haben auch wirklich stark gespielt, aber das entscheidende Tor wollte einfach nicht fallen, bis Jan Walther die Kugel endlich versenkt hat. Direkt vor dem Tor tanzte der Ball schon dreimal die Linie auf und ab, ich bin fast wahnsinnig geworden!

Nach dem Spiel war das schon ein sehr angenehmes Gefühl, den Klassenerhalt so gut wie geschafft zu haben.

Mit 40 noch fit oder wird es langsam eng?
So langsam wird es schon grenzwertig. Die Kondition lässt langsam nach, auch wenn man dagegen an arbeitet. Und schneller werde ich wohl auch nicht mehr. Ist schon ätzend, wenn man die 20-jährigen Gegenspieler einfach so an sich vorbei laufen sieht. Gottseidank sind die manchmal auch zu schnell für den Ball.

Ansonsten fühle ich mich im Moment ganz gut. Die Knie- und Achillessehnenschmerzen, mit denen ich seit Jahren zu kämpfen habe, sind schon seit ein paar Monaten nicht mehr aufgetreten. Hoffentlich bleibt das noch eine Weile so …

Was ist vom ESV in der Rückrunde noch zu erwarten?
Ich hoffe, daß wir noch einige Plätze nach oben klettern können. Ein paar Favoriten ärgern, das wäre nicht schlecht.

Und ich fände es auch super, wenn wir unseren 1. Platz in der Fairnesstabelle bis zum Saisonende halten können!

Was möchtest du noch loswerden?
Da wäre nur eine Sache: Wenn irgendwas ist, RUF MICH AN!

Leave Yours +

Keine Kommentare

Die Kommentare sind geschlossen.

  • Kommentare sind geschlossen