Die „Alten“ können es doch noch!

Mit gutem Kombinationsspiel überzeugte die Ü40 des ESV beim Turnier der 3. Herren des TuS Barendorf. Am Ende sprang ein respektabler 4. Platz dabei heraus.tus barendorf

Neben dem ESV war mit der Ü40 des TuS Barendorf nur ein weiteres Altligateam im zehn Mannschaften umfassenden Teilnehmerfeld vertreten. Doch die Kicker um Klaus Schreiber, die im Turnierheft als „Hallenspezialisten“ angepriesen wurden, ließen sich davon nicht beirren und zeigten von Beginn an eine konzentrierte Leistung. Zudem hatte man mit dem ESV-Neuzugang Heiko Sörnsen einen ganz starken Keeper zwischen den Pfosten. Gleich im ersten Gruppenspiel kombinierte sich das Team zu einem 3:1 gegen den die Jungspunde des VFL Bleckede II.

Die Ü40 des ESV Lüneburg spielte ein gutes Turnier in Barendorf

Anschließend bekam man es mit dem späteren Finalisten MTV Soderstorf II zu tun, hier hatte der ESV deutlich mehr Probleme, sein gewohntes Kurzpassspiel aufzuziehen. Durch ein Last-Minute-Tor von Klaus Schreiber schafften die Eisenbahner gerade noch den Ausgleich zum 2:2. Leider zog sich sich Wolfgang Trombern in diesem Spiel eine Verletzung zu, die für ihn das Ende des Turniers bedeutete. Für ihn sprang mit Frank Schmidt ein weiterer Neuzugang des ESV in die Bresche, der dankenswerter Weise auf einen gemütlichen Abend auf dem heimischen Sofa verzichtete und kurzfristig anreiste.

Weiter ging es mit einem ungefährdeten 3:0 Sieg gegen den Gastgeber TuS Barendorf III, bei dem sich Schreiber – offenbar euphorisiert von seiner bisher gezeigten Leistung – anmaßte, fast die komplette Spielzeit auf dem Platz zu bleiben. Ebenso fehlte ihm in einer aussichtsreichen Situation das Auge für seine besser postierten Mitspieler. Das seine Kollegen damit nicht einverstanden waren, steht außer Frage.

Der ESV war damit schon sicher im Viertelfinale, da schmerzte die deutliche 4:1 Niederlage gegen Team Winsenia nicht ganz so sehr. Obwohl die Eisenbahner auch hier über weite Strecken der Partie gut mitspielten, wurden sie zum Ende hin von der Werkself eiskalt ausgekontert.

Organisator David Keese mit einem Vertreter der „Party Connection“

Im Viertelfinale bekam man es als Gruppenzweiter mit dem Drittplatzierten der Gruppe B zu tun, der  SV Eintracht Lüneburg III. Hier setze sich der ESV knapp, aber verdient mit 2:1 durch. Gegen den späteren Sieger des Turniers, der „Party Connection“, hatte der ESV im Halbfinale dann aber keine Chance mehr, 1:2 hieß es am Ende. Zudem verletzte sich Axel Steckmann unglücklicherweise direkt vor dem 0:1 und musste seinen Gegenspieler passieren lassen. Aber gegen die Party Connection, die auch den besten Torschützen und den besten Torwart (in diesem Fall eine Torfrau!) des Turniers stellten, wäre auch unter normalen Bedingungen wohl nicht mehr drin gewesen, das muss man neidlos anerkennen.

Für das Spiel um Platz 3 einigte sich der ESV mit dem Team Winsenia auf ein 9-Meterschiessen, welches mit 6:5 an Winsenia ging. Frank Schmidt, Klaus Schreiber und Frank Wolfrath (2) trafen für den ESV, Andy Boelter traf leider nur die Latte und Malte Jonas die Beine des Keepers. Insbesondere Jonas war untröstlich und wird wohl einige Wochen an seinem Fehlschuss zu knabbern haben.

Insgesamt bleibt jedoch ein überwiegend positiver Eindruck von diesem Turnier haften. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht und kulinarisch und organisatorisch gab es nichts auszusetzen. Außerdem bewies der TuS Barendorf Gastgeberqualitäten, da beide Barendorfer Mannschaften bereits nach der Gruppenphase aus dem Turnier ausschieden. Etwas ungewohnt für die Eisenbahner war nur, daß das Turnier bis 1:00 Uhr nachts ging. So spät noch Fußball zu spielen ist eigentlich nichts mehr für ältere Herren, so der allgemeine Konsens.

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